Ein Verein zur Unterstützung der Asyle für Hexenjagdflüchtlinge in Ghana

Aktuelles

Vor allem dank des Artikels von Laura Salm-Reifferscheidt in der „Brigitte“ (http://www.brigitte.de/frauen/gesellschaft/frauen-ghana-1165952/3.html) haben wir inzwischen einen Kontostand von 9100 Euro erreicht. Gleichzeitig bemühen wir uns um die Gemeinnützigkeit in Zusammenarbeit mit einem Anwaltbüro mit Erfahrung in Vereinsrecht, um den vielen SpenderInnen alsbald Quittungen ausstellen zu dürfen.

Ich habe von diesem Geld just 5000 Euro nach Ghana überwiesen. Die Hälfte davon dient dazu, ein Einjahresbudget für das Camp in Tindang zu gestalten, um dort einen dauerhaften Posten für die nötigsten humanitären Belange einzurichten. In Tindang/Gnaani leben ca. 230 Frauen und 100 Männer und 300 Kinder, es ist die zweitgrößte Siedlung für Hexenjagdflüchtlinge und sicher die ärmste. Mit dem Geld soll ein Sozialarbeiter vor Ort damit beauftragt werden, Krankenversicherung, Nahrung und Hüttenreparaturen abzudecken, wo es nötig und möglich ist.

Vom Rest sind noch 2500 für eine Wasseranlage in Nabule reserviert und ein Quartalsbudget ist Reserve, falls die Spendenbeiträge sinken sollten oder es sonstige Notstände vor Ort gibt.

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Wir suchen eine gemeinnützige Patenorganisation für den Förderverein „Hilfe für Hexenjagdflüchtlinge“. Wir stellen uns etwa ein bereits bestehendes Ghana-Projekt vor, an das wir uns anschließen könnten, oder eine lokale Initiative oder Gemeinde. Das stellt für uns die Alternative zu einem momentan sehr zeitraubenden Prozess der Anerkennung der Gemeinnützigkeit dar.

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Die Fotographin Nyani Quarmine hat 15 exzellente Bilder in Gambaga gemacht:

http://nyani.photoshelter.com/gallery-image/Witch/G0000ZcShI8re9l4/I0000_iDhWlA1XyA

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The Canadian journalist Paula Stromberg has published a report about the Gambaga Ghetto: „Women still accused of witchcraft, lynched in Ghana.“ See:

http://web.me.com/pstromberg78/Africa/Witch_Camp_Report_files/Witch%20Camp%20Report%202011sm.pdf

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Liebe UnterstützerInnen,

ich möchte die Jahresbilanz zusammenfassen:

Wir danken Gerlind Fenner,  Marc Kappler, Ulrich Riedel, Thomas Riedel,   Nikola Fenner, Ortrud Keppel, Birgit Steinsland, Karin Wiegard, Tanja Schwarz und Stephan Roth für ihre Daueraufträge in gesamter Höhe von 455 Euro, die wir nun monatlich als Budget zur Verfügung haben.

Wir danken Sabine von der Tann für ihre großzügige Spende in Höhe von 5000 Euro, die noch das kommende Jahr weiter wirken wird!

Wir danken auch der Evangelischen Gemeinde Karlsruhe für eine Kollekte in Höhe von 201,15, der Organisation „Wasser für die Welt“ für eine Anfinanzierung eines Brunnenprojektes in Nabule, allen Spendern von Betterplace (vor allem auch Hedda Jung), von denen ich bereits 123,00 nach Ghana geschickt habe, sowie den Einzelspendern Fabian Fritzer, Martina Osterndorff, Tuyet Nganguyen, Hedda Jung und Johannes Heidelberger für Spenden in gesamter Höhe von 150 Euro. Der Geburtstagssammlung von Gerlind Fenner und der Doppelkopfrunde aus Marburg gilt ebenfalls unser herzlichster Dank.

Wir haben seit dem Start des Vereinskontos im Juli 2011 zweimal Geld nach Ghana überwiesen: einmal 2.235,00 Euro (5.9.2011) und einmal 2.515,00 Euro (18.10.2011). Darin waren noch 1000,00 Euro von mir selbst enthalten für die Registrierung des Landes.

Wir haben noch übrig:

4764,15 Euro freie Spenden

2000 Euro zweckgebunden für ein Brunnenprojekt in Nabule

1000 Euro zweckgebunden für weiteren Landkauf

In Ghana lagern noch 1400 Euro, die schon verplant, aber nicht ausgegeben sind.

Wir erhalten monatlich 455 Euro als Basisbudget.

Die Beträge werden zu Beginn der nächsten Regenzeit rasch wegschmelzen.Nach wie vor können wir auf der Grundlage keine zweite Stelle für eine Sozialarbeiterin in Gushiegu ausschreiben. Unsere größten Posten sind immer noch die Personalkosten unserer Sozialarbeiter Simon und Evelyn sowie die Transportkosten.

Wir freuen uns aber alle sehr, dass das Projekt endlich auf stabilen Füßen steht und dass dies in nur einem halben Jahr erreicht werden konnte! Besonderer Dank geht hier auch an Lydia Riedel, Gerlind Fenner und Nikola Fenner für ihre Spenden, die in den fast zwei Jahren davor die schwierige Gründungsphase unterstützten.

Der größte Erfolg in Ghana ist die Registrierung aller Frauen und Kinder bei der Krankenkasse, was viel Zeit und Benzin kostete. Ebenfalls freute ich mich, dass eine Frau mit einem über 40 Jahre schwärenden Geschwür am Bein endlich behandelt werden konnte, auch wenn sie erhebliche Widerstände gegen einen Daueraufenthalt im Krankenhaus hat. Auch sind mehrere Frauen zurückgekehrt, bei zweien wurden Folgebesuche gemacht, da sie nicht gut akzeptiert wurden. Für eine organisieren Simon und Evelyn eine Neuansiedlung mit Startgeld in Karaga.

460 Euro wurden den Frauen in Gushiegu direkt ausgehändigt, um ihr Einkommen aufzubessern. Sie haben davon Reis gekauft, den sie zu Beginn der nächsten Regenzeit verkaufen werden, wenn er am teuersten ist.

Für 123,00 Euro wurden zwei Schubkarren und Plastikeimer gekauft und nach Gushiegu gebracht.

Der katholischen Kirche Ghanas ist es zu verdanken, dass in Gushiegu im Camp endlich ein Bohrloch und Toiletten errichtet werden.

Es steht an: Der Kauf eines besseren und sparsameren Gebrauchtwagens, den eine Spende dreier dänischer Besucher ermöglichen wird. Auch ein kleines Gelände-Motorrad steht zur Diskussion, um Treibstoff zu sparen. Vor allem werden nun, da die dringendsten Lebensnotwendigkeiten geregelt sind, diejenigen Frauen, die zurückkehren möchten, angesprochen. Auch die Bestellung der Felder und das Pflanzen von Bäumen und Hecken steht an, das werden aber jeweils kleinere Beträge sein. Um die Kommunikation zu verbessern werden wir einen geringen Betrag (ca. 25 Euro) in ein UMTS-Modem investieren, damit Simon und Evelyn regelmäßig online sein können.

Ich freue mich über euer aller Vertrauen! Gern teile ich individuell auch mehr mit und sehr gern gebe ich auch ehrenamtliche Vereinsaufgaben ab!

Herzliche Grüße,

Felix

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Liebe UnterstützerInnen,

gestern, am 22.11.2011 lief der Film von Andrea Morgenthaler: „Joana und die Mächte der Finsternis“. Das ist ein exzellenter Film über eine nigerianische Frau, die der Hexerei angeklagt wurde und heute in Wien lebt und mit dem Verein „Exit“ Zwangsprostituierte betreut. Sie war für den Film auch in Gushiegu bei den Frauen unseres Projektes.

Die haben übrigens in der Zwischenzeit von unseren Spenden aus dem Budget für „Income Generation“ für 1000 GhS (450 €) ghanaischen Reis gekauft, um ihn später zu verkaufen. Der ist dort nach der Ernte sehr billig. Bald wird er teurer, in jedem Fall lohnt sich die kleine „Nahrungsmittelspekulation“, da die kleinen Mengen, die verkauft werden, immer den Großeinkäufern Gewinn bringen.

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Liebe UnterstützerInnen,

letzte Woche erhielten wir eine Spende über 5000,- Euro von einer Frau, von der ich nicht weiß, ob sie anonym bleiben möchte. Liebe S. T.-R. : Wir sind überglücklich und bedanken uns hier sehr herzlich bei ihnen. Über ihre Kontaktadresse würden wir uns freuen, um ihnen unsere Dankbarkeit persönlich zum Ausdruck zu bringen. Wir werden in den nächsten Tagen entscheiden, wie wir das Geld konkret einsetzen können. Einen Teil möchten wir für unerwartet anfallende Missstände im kommenden Jahr zurücklegen, einen Teil in Werkzeuge, Nahrung, Kleidung und Gebäude investieren, einen Teil für Besuche auf den Dörfern um dort Diskussionen über Hexereianklagen und Sondierungsgespräche zu führen, und mit einem Teil die Grundausstattung des Projekts verbessern.

Auch an Ulrich Riedel geht unser herzlicher Dank für seine Spende von 1000,- Euro für Landkauf. Wir werden noch bis zur Trockenzeit damit warten, denn alle nutzbaren Flächen sind bereits bebaut und daher viel teurer.

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Liebe UnterstützerInnen,

gestern habe ich die erste Überweisung vom Vereinskonto nach Ghana gemacht. 2220 Euro (ca. 4650 GhC) wurden nach Ghana geschickt, um das Budget für 2 Monate (s.u.) abzudecken, 3-4 Schubkarren und 10 Wasserkanister zu kaufen und das Land endgültig zu registrieren, was recht teuer ist (360 Euro pro Hektar). Ich habe auch heute mit Simon telefoniert. Er ist sehr glücklich, dass sie nun endlich regelmäßig etwas investieren können und plant, zuerst alle 200 Frauen bei der staatlichen Krankenversicherung zu registrieren (für ca. 4-6 Euro pro Person) und vom Rest erst einmal Nahrungsmittel zu kaufen. Neid war ein wichtiger Punkt: Wie kann man die Geschwächtesten und die Kinder gezielt mit Proteinen versorgen, ohne den Neid derer, die nur wenig mehr und auch öfter Hunger haben zu wecken? Wir werden uns etwas einfallen lassen, um allen gerecht zu werden und mit der Zeit wird sich das Problem auflösen, wenn der erste Hunger abnimmt und sich die Grundbedingungen verbessert haben.

Der Regen bleibt unregelmäßig, die Pflanzen, in Gushiegu Soyabohnen, in Nabuli Mais, sind da, aber kümmern wohl noch etwas. In Kpatinga sind die Frauen dieses Jahr zu frustriert um etwas anzubauen: Die Viehnomaden mit ihren Rindern und das lokale Vieh haben wohl viel von der Arbeit des letzten Jahres zerstört. Selbst ein Zaun ist hier Luxus, weil das Holz viel zu wertvoll ist, um es in den Boden zu stecken. Simon ist aber zuversichtlich, eine Lösung zu finden und möglicherweise sind Hecken eine solche. Nach der Registrierung des Landes geht es in Gushiegu endlich ans Bäumepflanzen und sobald die Trockenzeit im Oktober/November anfängt, wird er in einer Familienaktion das Haus in Gushiegu fertigstellen, um dann täglich im Camp zu sein.

Ein Kind zur Schule zu schicken wird möglicherweise ab Januar nötig sein und etwa 10 Euro pro Monat Minimum kosten: für Schuluniform, Bücher und eine tägliche Schul-Mahlzeit (ca. 30 Cent). In Kpatinga hat er 7 Kinder gezählt, in Gushiegu sind es mindestens 3, das ist noch nicht klar. Möglich ist auch, das falls sich die Situation verbessert, in einigen Fällen Kinder oder Enkelkinder von den Familien zu den Frauen geschickt werden, um ihnen sowohl zu helfen als auch von diesen miternährt zu werden. Das ist ein relativ kalkulierbarer, kleiner Posten und kein wirkliches Problem. Die Gehälter haben in Ghana allerdings kräftig angezogen. Ghana will eine „Middle-Income-Economy“ werden und hat im Rahmen einer „Single-Spine-Salary“ allen Angestellten des öffentlichen Dienstes (Lehrer, Polizisten, bedingt auch Krankenhauspersonal) 700 GhC pro Monat versprochen. Simon ist mit 400 GhC im Vergleich dazu eher unterbezahlt und es wird noch schwerer werden, eine wirklich qualifizierte Assistentin anzuwerben. Im Moment sind wir aber alle erstmal erleichtert, dass endlich dickere Steine mit ihrer aller Hilfe ins Rollen gebracht wurden.

Auch gab es einige positive Nachrichten aus Dänemark und den USA. Genaueres steht noch nicht endgültig fest, aber dort sind mögliche Spenden in Aussicht gestellt worden. Wir werden sehen und freuen uns über jede und jeden weiteren Unterstützer. Der Bedarf bleibt riesig und das Expansionspotential in die anderen Camps ebenfalls.

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Unser monatliches Budget ist dank aller Spendenbeiträge ab September:

185 € (400 GhC) Gehalt an Simon und Evelyn Ngota.

45 € (100GhC) für Benzin um zwischen den Camps mobil zu sein und eventuell Frauen zum Hospital zu fahren.

260€ (600 GhC) für die dringendsten Maßnahmen im Bereich Gesundheit und Ernährung in den Camps.

22€ (50 GhC) für Proteinzufuhr für die Kinder.

10€ (21 GhC) für Überweisungsgebühren.

(ca. 500 Euro pro Monat)

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Ein neues Blog sammelt Informationen über Hexenjagden. Hier finden sie viele Dokumentationen und Zeitungsartikel: http://voiceoftheaccused.wordpress.com/

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Am Dienstag den 19.7. lief der Film „The Witches of Gambaga“ vor einem mit 50 BesucherInnen vollen kleinen Kino. Leider gab es einen Zahlendreher in einer Bekanntmachung, so dass 10 Personen den Film nicht ganz sehen konnten. Dafür entschuldigen wir uns. Wir arbeiten bereits an einer Wiederholung. Die Informationsveranstaltung war ebenfalls voll, etwa 30 Interessierte wollten bis 23 Uhr mehr wissen über Hexenjagden. Vielen Dank an alle Beteiligten!

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An english version of this website is online and under construction. Please feel free to correct flaws.

http://gushiegus.wordpress.com

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Der Artikel „Die Hexenjagdflüchtlinge von Gushiegu“ ist auf Zeit-Online erschienen:

http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-07/ghana-hexenjagd-flluechtlinge

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Wir brauchen noch dringend 100 SpenderInnen, die durchschnittlich 5 Euro pro Monat überweisen können. Jeder Betrag hilft und motiviert uns! Wenn sie bereits genug für andere sinnvolle Projekte spenden, finden wir das gut und bitten sie lediglich unser Projekt bekannter zu machen. Schicken sie den Link an Freunde und Bekannte oder auch Unternehmen weiter – das würde uns sehr helfen.

Alle Spenden werden auf der Website dokumentiert und ihre konkrete Verwendung erklärt.

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Unsere Spendenseite auf Betterplace.org ist online und freut sich über Spenden, Fürsprecher und positive Bewertungen. Die Anmeldung ist kostenlos, gespendet werden kann per Paypal oder Kreditkarte. Betterplace fragt nach dem Klicken des Spendenbuttons, ob sie 0-15%  des Gesamtbetrages an die Website spenden wollen. Wenn sie das nicht möchten und 100% an das Projekt spenden wollen, können sie das ankreuzen und wir erhalten auch 100%.

http://www.betterplace.org/de/projects/7175-hilfe-fur-hexenjagdfluchtlinge

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Eine Antwort

  1. Pingback: Aktuelles « Hilfe für Hexenjagdflüchtlinge

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